November-Blues

Seit 3-4 Tagen kann ich mich nicht dagegen wehren… Novemberblues.
Starrer Blick und trauriges Gemüt. Ich hoffe, das geht wieder vorbei. Es kommen aber auch viele Sachen zusammen.
Vielleicht hab ich gedacht, ich müsse doch jetzt gelöst und glücklich sein, wo ich von der Arbeit und dem stalkenden Ex weg bin. War ich ja auch erst.
Aber jetzt gerade strömen tausend Gedanken auf mich ein.
Ein bisschen schlechtes Gewissen, die Arbeit so von heute auf morgen verlassen zu haben. Dann meine Freunde, die ich natürlich in der großen Stadt 300 km von hier zurücklassen musste… das tut am meisten weh. Und das, wo doch die Beste auch gerade erst eine Tochter bekommen hat. *seufz* Die kriege ich jetzt natürlich viel weniger mit.
Und dann hab ich natürlich hier nur alles provisorisch, ein bisschen wie im Urlaub- nur die nötigsten Dinge, aber das ist halb so wild, das stört mich nicht so.
Viel blöder sind die Gedanken um alles, was jetzt noch kommt und was ich noch machen muss.
Papierkram (Steuer), 2x Umzug in Teilen (weil mir Bekannte mit ihren kleinen Transportern helfen, hab ja kein Geld), vorher in wenigen Tagen den ganzen Haushalt einpacken und das mit dem dicken Bauch und fast ganz alleine… davor graut mir fast am meisten. Dort alleine zu sein, ein paar Tage in der halbverlassenen, schrecklich ungemütlichen Wohnung… ungewiss, ob ER dann wieder auftaucht, man weiß es leider nicht.
Und so weiter.
Momentan wache ich oft nachts nassgeschwitzt und mit seltsamen Träumen auf.
Es ist einfach etwas viel an Veränderung zusätzlich zur Schwange.r.schaft.
Und dann ist hier auch noch mein kranker Dad (De.menz), den ich jetzt natürlich viel mehr mitkriege… das tut schon weh zu sehen, wie ein Mensch so schleichend zerstört werden kann. Horror. Wie man es sich nicht vorstellt im Alter- eine Last fürs Umfeld zu sein, das will ja keiner.

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6 Gedanken zu “November-Blues

  1. Fühl Dich mal gedrückt!
    Ich kann mir vorstellen, dass es sich für Dich gerade schrecklich anfühlt & wenn Du in der Nähe wärst, würde ich Dir sofort unbekannterweise meine Hilfe anbieten.
    Aber Du wirst es schaffen und danach stolz auf diese Zeit hier zurückblicken können :-*

  2. Das ist wirklich sehr viel, dem du begegnen musst… habe oft an dich gedacht und wünsche dir so sehr, dass es nach dem Umzug ruhiger wird, du Kraft schöpfen kannst für den Schwangerschaftsendspurt. Üass auf dich auf, ja? Viele Grüße von zora

    • Oooh, die liebe Zora! Hab wegen Dir auch schon ein ganz schlechtes Gewissen… denke auch öfter an Dich, aber hab es noch nicht geschafft, Deine Eiträge zurückzulesen. Das mach ich jetzt gleich mal. 🙂
      Das wird schon hier. Alles gut. 🙂 Am Freitag war ich bei meiner Hebi, darüber schreibe ich noch was. Das hat mich irgendwie aus dem Loch geholt, seitdem geht es mir gut. Vielleicht auch, weil bei der Vorsorge alles in Ordnung war. 🙂

  3. Das tut mir sehr leid für dich. Ich kann das gut nachempfinden, mir geht es momentan auch alles andere als gut. Aber du trägst ja noch ein Kind in dir, es kommen sooo viele Veränderungen auf dich zu und gerade das Umziehen aus der alten Wohnung ist ja wirklich ein schwerer Hammer.
    Das mit deinem Vater tu mir sehr, sehr leid. Vermutlich ist es für deine Mama um so schöner, dass du nun da bist und sie etwas Ablenkung hat? Wirst du das Kind bei deinen Eltern bekommen?
    Oder hast du schon eine Wohnung in Aussicht?
    Liebe Grüße!

    • Ja, das mit meinem Vater ist auf der einen Seite traurig und auch anstrengend, andererseits gibt es auch schöne Momente und meine Mutter hat etwas mehr Handlungsfreiraum (er war früher sehr bestimmerisch und cholerisch). Tut ihr gut. Aber man muss aufpassen, dass man nicht selber bräsig im Kopf wird, wenn man den ganzen Tag die immer gleichen Fragen beantworten muss. Ich glaube, dagegen ist ein Dreijähriger im Fragealter nix!!
      Ja, ich werde das Kind hier bekommen. Bin schon umgemeldet. 😉 Mein Sohn wird die gleiche Geburtsstadt haben wie ich. 😉 Geplant ist, dass ich ein halbes bis ein Jahr hier bleibe (also wir beide dann), auch damit ich mich finanziell etwas erholen kann bzw. über die Runden komme. Mein Elterngeld wird ziemlich mickrig ausfallen, keine Ahnung, wie man davon leben soll. Und arbeiten gehen mit Säugling kommt für mich nicht in Frage, zumal ich ja keinen Partner habe, der sich dann in meiner Abwesenheit ums Kind kümmern könnte.
      Vielleicht werde ich in der Zeit wieder anfangen zu nähen (aber ich bin echt langsam und überhaupt nicht gut…) und ein paar Sachen verkaufen. Mal sehen.
      Ansonsten will ich dann ja unbedingt nach Bremen ziehen! 🙂 Und dort möchte ich mich beruflich neu orientieren… also vielleicht einen Tag im alten Beruf arbeiten, aber dann noch 1-100 andere Standbeine dazu. 😉 Mir wird schon was einfallen. Toll wäre natürlich etwas, was man von zuhause aus machen kann (via Internet) oder wo man das Kind mit hinnehmen kann. Wir werden sehen.

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