Müder als müde. SSW 33

Bevor ich hier in die Heimat kam, sagte ich zu meiner Ma: „Wenn ich nach C. komme, werde ich erstmal drei Tage lang nur schlafen.“ …

Leider ging das nicht.
Irgendwie war immer was los. Kindergeburtstag von Nichte und Neffen, mein Vater mit seiner Dem.enz- Erkrankung, der ständige Aufmerksamkeit braucht wie ein Kind, Einkäufe, Auspacken von wichtigen Dingen, Verstauen in Mutters Haushalt bzw. Entscheidungen treffen, was benötigt wird und was nicht, meinen Platz irgendwie finden ohne zu sehr zu stören… alles noch nicht beendet, aber die ersten Tage waren in der Hinsicht schon anstrengend.

Dazwischen 2 Mietzen, die sich erstaunlich wohl hier fühlen. Ich bin ganz überrascht. Der Freigang scheint ihnen noch nicht zu fehlen… wir wohnen ja direkt neben dem Dachboden, der ist spannend genug. Momentan lernen sie gerade, die Katzenklappen zu bedienen (auf dem Dachboden ist keine Heizung, es ist irre kalt… aber da soll das Katzenklo stehen und auch die Fressnäpfe… das möchte ich auf Dauer nicht neben meinem Bett haben.
Ich brauch noch Namen für die beiden fürs Blog. „Tante Lala“ und „Tante Mina“ vielleicht. Decknamen, hehe.

Tante Lala hat das mit der Klappe jedenfalls innerhalb eines Tages kapiert. Tante Mina übt noch, die ist ein bisschen schwer von Begriff, wie es scheint.

Jedenfalls war viel Trubel hier, und ich MUSS ja räumen, sonst werde ich bis zur Geburt nicht fertig.

Aber gestern und heute habe ich geschlafen und geschlafen. War mir egal, was meine Mutter denkt. Nachholbedarf. Vor allem auch, weil die Nächte nicht mehr so easy sind.
Ich weiß langsam nicht mehr, wie ich mit dem Kugelbauch schlafen soll. Irgendwas drückt immer. Vielleicht doch wieder auf das Stillkissen rollen… Tante Mina ihren Platz nehmen. Die muss ich sowieso bald umerziehen, die arme.
Aber trotzdem. Der Bauchzwerg drückt mich im Moment an allen Ecken und Enden. An der Lunge, am Magen und oft gibt es ordentliche Tritte und Hiebe Richtung Muttermund.
Die Leber hat auch schon geschmerzt. Es wird eng da drinnen, das merke ich ganz deutlich. Und er wächst. 🙂 Sonst wäre ich nicht so irre müde gewesen. Heute kam noch dazu, dass der Bauch gejuckt hat- das ist bei mir immer ein deutliches Wachstumszeichen. Kenne ich schon. 😉 Also alle gut, kein Problem.
Es ist auch wunderschön, den kleinen Rumpelmann da drinnen zu spüren, wie lebendig er ist. 🙂 Ich bin schon so gespannt, wie er wohl aussieht und was für ein Typ er so ist.

Und den Schlaf gönne ich mir einfach. So.
Irgendeinen Vorteil muss die Flucht und der Verzicht auf Arbeit und Einkünfte ja haben.
Sorgen mache ich mir schon, ob ich finanziell über die Runden komme, die ersten Monate. Wenn der Zwerg Anfang Februar kommt, bekomme ich ja endlich Elterngeld. Aber vom Mutterschutz-Geld als Freiberuflerin kann ich einfach nicht leben. Da werde ich mich wohl von meinen Eltern durchfüttern lassen, so schlimm sich das auch anfühlt. Wie gut, dass ich hier sein darf! Ich bin unendlich dankbar dafür.
Und auch meiner Ma, die den ganzen 2. Teil des Umzugs gestemmt hat wie eine 25-Jährige.

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2 Gedanken zu “Müder als müde. SSW 33

  1. Schlaf so viel du kannst und nutz die letzten Wochen. Das machst du schon richtig nach all dem Stress 😉 Und der Bauchzwerg verbraucht ja deine ganze Energie zum Wachsen.
    Habt ihr bei deinen Eltern eigentlich genug Platz? Oder teilt ihr euch dann ein Zimmer? Also, die zwei Katzen, der Zwerg und du?
    Hach, ein Februarkind. Bei mir kommen auch wieder Erinnerungen an`s Hochschwangersein hoch. Mein Junge hatte ja auch Anfang Februar ET. Und nun wird er schon 9 *schluck*.
    Alles Gute für dich!

    • Wir haben hier ein Dachzimmer, ich würde mal schätzen so 40 qm sind das schon, aber halt komplett Schrägen. Und ja, wir werden hier sozusagen zu viert wohnen. Zwei Katzen, ich und der Bauchzwerg. Wird ganz schön kuschelig. 😉 Hoffe nur, dass die Katzen damit klarkommen und ihn nicht nervig finden…
      Wird aber ganz gemütlich, ich hab jetzt alles in Bereiche eingeteilt: Schlafen, Klamotten, Arbeitsplatz, Sitzecke mit Schlafcouch, Nähecke und Musikecke. Das wird schon. 🙂
      Kann ich ja irgendwann mal Fotos von zeigen, wenn alles fertig ist. Kinderzimmer ist nicht. Aber im ersten Jahr ist das ja vielleicht nicht so tragisch. Ich bin ja froh über die „Notunterkunft“ ohne Miete… Nur blöd, dass ich keine Küche und kein Bad hab… das teile ich mit den Eltern unten, was jetzt schon nervig ist, vor allem das Bad. Immer aufs Klog die Treppe runter zu müssen, wenn man mindestens 1-2 mal pro Nacht raus muss… brr. Da biste hinterher hellwach.

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