SSW 38 + 6 – Kleiner Zwischenbericht, weil so viel war…

Zuerst die allerbeste Nachricht: Gestern hat mich die Krankenkasse angerufen! Törröööh! Ich bekomme doch Mutterschaftsgeld und die KSK schmeißt mich NICHT raus wegen der Krankentage. Puh! War wohl ganz knapp, sagte der liebe Mensch von der Barmer… ich glaube, er hat ein bisschen für mich gekämpft. 🙂
Das ist doch schonmal was.

Und heute war ich wieder bei meiner Hebamme (bin jetzt 38+6 SSW), direkt nach dem Yoga-Kurs im Geburtshaus … öhm, das war ein sehr kurzer Termin.
Nur ca. 40 Minuten, so kurz hab ich sie noch nie gesehen.

Sie war aber auch wirklich mies drauf, sah übel aus… ganz blass und müde. Naja, man weiß nie, was die erlebt haben. Ich frag da auch nicht nach, wenn sie es nicht von sich aus erzählt. Horrorgeschichten wird sie sicherlich von mir fernhalten im Moment… und ich fürchte auch, dass die Existenz des hiesigen Geburtshauses mehr als gefährdet ist. Kann sein, dass ich eine der letzten Frauen bin, die dort gebären dürfen… Scheiße!

Zum Termin:
Irgendwie alles erschreckend „normal“.
Urinprobe sah aus wie auf dieser Dose, wie eine Kopie.
Und die Vorsorgeuntersuchung war auch tiptop.
Baby liegt schon fest im Becken, meint sie. Komisch, dabei sagen mir immer alle, mein Bauch hinge noch so hoch. Aber dazu war ihr Kommentar: „Naja, der sucht sich halt allen Platz, den er noch finden kann…!“ Hehe. Schlaues Kerlchen.

Als ich nach Hause kam, warteten leider schlechte Nachrichten: Die Stiftung Mutter & Kind hat meinen Antrag abgelehnt. Sehr seltsam. Begründung: Ich hätte die Einkommensgrenze überschritten. Sehr seltsam, wenn man seit 3 Monaten nichts verdient. Aber nunja. Dafür krieg ich ja jetzt doch Mutterschaftsgeld und alles wird gut.
Habe der netten Dame von der Diakonie nochmal geschrieben, ob sie da was machen kann, ob das vielleicht ein Missverständnis sei… ich kann das so gar nicht nachvollziehen und sie hatte mir selbst gesagt, dass sie denkt, ich hätte da sehr gute Chancen, etwas zu bekommen…

Und: Dann war ich noch im Krankenhaus um mich anzumelden, weil die Hebamme aus dem Geburtshaus mich ja darum gebeten hatte. Oh, Leute, war das schrecklich! Ich hab doch sowieso diese Krankenhaus-Phobie. Sobald ich einen Fuß da reinsetze, stellen sich mir die Nackenhaare auf und alles geht auf Abwehr. Ich hasse diese sterilen Gänge und den Geruch nach Medikamenten und Desinfektionsmittel, die ganzen Maschinen überall und die kranken Menschen. Ich will da nicht sein.
Zum Glück hatte ich meine Mutter dabei. Sie hätte mir sonst nicht geglaubt, dass es da ganz furchtbar ist, hat sie hinterher gesagt. Alles irgendwie alt und verstaubt… das sah im Image-Filmchen im Internet sehr anders aus.
Ich will da nicht hin!! WAAAAH! Bitte drückt mir alle die Daumen, dass ich da nicht nochmal hin muss.
Wäre ich nicht so verkrampft gewesen, hätte ich mal ein paar Fotos gemacht. Hab ich gar nicht dran gedacht…
Die Anmeldung hat gefühlt ewig gedauert. Hat eine total liebe Hebammen-Schülerin gemacht, die sich sehr gefreut hat, als ich gesagt habe, ich möchte im Geburtshaus mein Kind bekommen. Hat mich fast beglückwünscht… hehe. War ganz überrascht, dass ich was zum Vitamin K und zu den Augentropfen wusste und sogar eine MEINUNG hatte. Tja. Da hat sie wohl noch was zu lernen.
Jedenfalls bin ich froh, dass ich das hinter mir habe.
Als wir wieder zuhause waren, war ich so durchgeschwitzt mit stinkendem Angstschweiß, dass ich erstmal ausgiebig baden und runterkommen musste.
Das tat gut. Der kleine Bauchzwerg lieb Wasser. Duschen und Baden … vor allem das Plätschern in der Wanne… da macht er immer mit. So süß!

Morgen fahre ich zur Elterngeldstelle und lasse mir helfen, dieses Mammut-Formular auszufüllen.
Ist das ein Klops!
Dort nebenan ist das Jugendamt…

(… und den letzten Absatz hab ich gelöscht im August 2014. Aus Gründen. 😉 )

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3 Gedanken zu “SSW 38 + 6 – Kleiner Zwischenbericht, weil so viel war…

  1. Hey, dass hört sich doch alles super an. Wenn Du so weiter machst, bekommst Du Deine Liste ja doch noch vor der Geburt abgearbeitet. Glückwunsch!
    Bei uns haben sie unser schönes Geburtshaus schon vor Jahren geschlossen,sie konnten die Versicherung nicht mehr zahlen .Und wenn die Versicherungen weiter so steigen wird es auch keine Hausgeburtshebamme mehr geben. Arme Frauen,die keine Wahlmöglichkeiten mehr haben, wo sie gebären wollen. So ne Hausgeburt ist eine recht teure Angelegenheit. Wir müssen die Bereitschaftsgebühr selber übernehmen, zahlt die Krankenkasse nicht und noch Anteilig die Versicherung…

  2. Mit dem Jugendamt das ist doch eine gute Idee, dann merken sie gleich, Du bist grundsätzlich an einer Lösung interessiert und in der Regel stehen die ja zunächst einfach beratend zur Seite.
    Scheint als hättest Du gut an Deiner to-do-Liste gearbeitet :).

  3. Wow, du hast ja schon richtig viel geschafft von deiner Liste. Vor allem die unangenehmen Sachen 😉 Das wegen dem Sorgerecht verstehe ich nicht ganz- ich hab für meinen großen Jungen auch das alleinige Sorgerecht und ich hab einfach gaaar nichts gemacht.Nada. Du hast das doch automatisch! Und wenn der Kindsvater das geteilte Sorgerecht haben will, dann muss der doch erstmal an das JA herantreten, aber nicht du. Das ist ja ein langer Prozess.
    Und ich wünsche dir soooo sehr, dass du eine tolle Geburt erleben darfst im Geburtshaus!!!

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