Laufrad

Uiii… das Kind wird groß und größer!

Nun (jetzt 2 Jahre und knapp 3 Monate) flitzt er schon mit dem Laufrad durch die Gegend (ein kleines Puky, das wir für 10 Euro von einer Bekannten bekommen haben).
Da konnte ich nicht anders und hab endlich, endlich mal wieder die Nähmaschine in Gang gebracht. Sooo ein gutes Gefühl! Ich will mehr!

Habe ihm ein süßes kleines „Körbchen“, eine Lenkertasche genäht.
Hab mich wie eh und je dumm angestellt und rumgeprokelt und ewig gebraucht für so ein simples Teil, das erfahrene Näherinnen in 5 Minuten zusammenflicken… aber egal. Bin froh und stolz und der kleine Mensch mag sie sehr.
Das Schnittmuster ist ein Freebook von lybstes.
Ich hab allerdings anstatt Druckknöpfen Klett eingenäht… was mich wieder einige Frickelei (die meiste sogar) gekostet hat… aber ging.

Mit den Helmen stelle ich mich übrigens genauso blöd an… habe jetzt schon zwei zu große angeschafft….
Das Menschlein trägt Hutgröße 52 ungefähr, ziemlich groß für sein Alter… da passen diese kleinen Babyhelme nicht mehr… aber die bis Größe 58 gedachten sind dann wieder zu bollerig.
Ich muss es noch finden.
Aktuell hat er einen, den ich auf Ebay KA gefunden habe… blau mit Delfinen drauf, wie sein Rad… was ich ganz wunderbar finde, denn ich liebe Delfine… und so konnte ich ihm ein bisschen was darüber erzählen und wir haben welche in Dokus angeschaut und heute sogar 2 Bücher aus der Bücherei ausgeliehen mit Delfinen.
Ich lerne selber noch was dazu… so wunderbar!

Ansonsten holt uns hier der Frühling ein- ich komme mit dem Garten nicht hinterher. Schaffe nicht alles, was ich will, wenn das Menschlein dabei ist, denn er hat auch immer viel zu tun, braucht Wasser, hat Fragen, will Asseln gucken (immer! und überall!) und und und… aber das wird schon. So gut es eben geht halt.
Bin trotzdem so irre froh um diesen süßen Garten.

Sommer 2015

Es ist Sommer!
Und was für ein schöner! Richtig schön. Heisse Tage, Regentage, herbstliche Tage mit Sturm… alles bunt gemischt. Ich finde, so muss Sommer sein.

Aber irgendwie „klemmt es“ bei mir.
Wir haben uns immer noch nicht ausreichend von der Oma abgenabelt- ich glaube, das ist das Problem.
Sie hilft mir immer noch, wenn das Chaos über mich hereinbricht, weil ich hier nicht nachkomme mit Abwasch und Co… oder den immer noch nicht eingeräumten Umzugsgeschichten (es ist einfach zu viel).
Ich bin dankbar für diese Hilfe, ohne sie würde ich glaube ich irre werden.
Und trotzdem schwächt es mich. Ich kenne dieses Gefühl aus der Jugend und aus der Zeit, wo ich „flügge“ wurde und zum Studieren auszog…
Danach musste ich viel lernen, aber es ging irgendwie und es hat mich stark gemacht. Ich habe schon oft gesagt, dass ich da erst richtig zu leben anfing. Ich war ein komplett anderer Mensch.
Jetzt fühle ich mich zurück-katapultiert in diese Zeit. Bin wieder „Mamas kleines Mädchen“- irgendwie. Und das mit 40. Katastrophe.
Ich möchte da so bald wie möglich ausbrechen. So weit es geht. Auf die Hilfe werden wir weiterhin angewiesen sein. Aber dann in anderer Form. 2 feste Oma-Tage. Einer zum Yoga-Kurs + Einkaufen. Der andere als „Haushaltstag“ – für größere Aufgaben. Oder auch „Papierkram“.
2x pro Woche. Und nicht mehr!
Ab September.

Bis dahin werde ich versuchen, hier Ordnung rein zu bringen- Ende September bekommen wir Besuch von der alten Besten aus der großen Stadt mit ihrem Töchterlein. Bis dahin will ich die Wohnung schick haben.

Und dann ordnet sich hoffentlich auch wieder in mir mehr.
Bisher hab ich keine Lust, Leute einzuladen. Ich weiß jetzt, dass ich in Mini-Wohnungen nicht mehr leben mag. Auf jeden Fall nie nie wieder in einer Wohnung mit so einer gruseligen Mini-Küche. Es ist für mich einfach nur ätzend. Wo ich doch so gerne koche und esse… ich liebe Küchen, in denen man auch gemütlich sitzen und quatschen kann.
Diese Wohnung hier ist anti-gastfreundlich.
Aber momentan geht es halt nicht anders.

Und hoffentlich öffnet sich dann auch mein Herz und meine Seele mehr. Ich möchte dem Menschlein noch viel mehr von der Welt zeigen, als ich das momentan schaffe. Ich arbeite daran.

Hochsommer!

Schwierige Tage liegen hinter uns. Leider.
Das Menschlein hat sich ganz schlimm gequält mit „Magen-Darm“, was ich vor allem auf die Zähnchen schiebe und wahrscheinlich gleichzeitig einen immensen Entwicklungsschub. Es ist aber auch echt fies. Bei jedem Zahn (wir sind schon bei den letzten Backenzähnen und dem letzten Eckzahn (der will und will nicht raus!) angekommen…) denke ich „schlimmer geht nicht mehr“ – und dann werde ich eines Besseren belehrt.
Ich hab mein armes Menschlein noch nie so leiden sehen. So viel Weinen, so viel Stillen- ich bin so heilfroh, dass wir dieses Wundermittel haben- und bin überzeugt, dass das so bleiben wird, bis er es nicht mehr mag – und wenn es drei oder vier Jahre dauert. Langzeitstillen olé!
Seit heute scheint aber Besserung einzukehren. Puh.

Es ist wirklich hart, am heissesten Tag des Jahres (35-40°C ?) all die Bilder zusehen von Menschen im Urlaub (können wir uns nicht leisten) und beim Planschen und Baden…
Deshalb haben wir uns heute morgen raus gewagt, sind zum Bioladen (nicht auf den Wochenmarkt diesmal) und kurz ins Zentrum, ein kleines, süßes Planschbecken besorgen. Die Öko-Mama hat gesündigt. Hahaha. Ein Stück Plastik dazu. Ich konnte es mir nicht verkneifen. Ich hätte auch eine Babywanne nehmen können, aber sowas haben wir leider nicht mehr (unsere alte steht bei der Oma).

Jetzt warte ich, bis das schwitzende Menschlein aus dem Mittagsschlaf aufwacht- oh ja, das ist dann wohl der nennenswerte Entwicklungsschub- das Menschlein fängt an, „richtigen“ Mittagsschlaf zu machen. Also ab etwa 12 /12.30 bis in den Nachmittag! Da muss ich mich noch dran gewöhnen. Früh frühstücken, früh Mittag essen… Jetzt sitze ich hier und warte auf ihn zum Essen (gibt schnelle Nudeln)… und dass RAUS in den Garten, den bis dahin hoffentlich der Schatten erreicht hat (ab nachmittags, yeah!).

Dann bauen wir die Sünde auf, packen die Melone aus, stecken den lustigen Schlauch an, den wir von der Oma bekommen haben (von Nichten und Neffen)… so ein Schlauch mit Löchern dran, wo es dann rausspritzt, hihi! 🙂
Ich freu mich schon!!
Bin gespannt, wie das Menschlein das findet.

Ach ja! Und auf der anderen Seite des Hauses, also im Vorgarten, haben wir jetzt unsere kleine Terrasse! Noch gar nicht erzählt. Meine Eltern hatten noch schöne rote, alte Klinker… juchu, die haben wir geschenkt bekommen und ein Freund macht sowas beruflich und hat uns seeehr günstig die Steine verlegt. Klein aber fein! Passen zwei Stühle oder eine Bank drauf und ein Tischchen. Dort kann man morgens sitzen, wenn die Sonne noch auf der anderen Hausseite ist — oder aber auch abends, wenn sie die stelle schon wieder verlassen hat… dann sind die Steine schön aufgeheizt.
Natürlich wird es auch nett sein, im Herbst dort die Nachmittagssonne zu genießen.

(Vielleicht schaffe ich ja, heute ein paar Fotos zu machen. Dann pack ich die noch in den Eintrag.)

Die Kelten?

Das ist schon verrückt.
Über Ostern ist dieses Jahr mein Halbbruder mit seiner Tochter zu Besuch.
Wir haben heute einen schönen Spaziergang zusammen gemacht und ich habe ihm von meinen Gedanken zu den Heiden erzählt.

Verrückt- aber er hatte tatsächlich auch gerade ein Buch zum Thema dabei:
Pflanzen der Kelten“ von Wolf-Dieter Storl.
Habe es ein bisschen quergelesen und fand es sehr interessant.

Passend dazu haben wir im Feuerkorb ein kleines „Osterfeuer“ entzündet.
Wie schön. Ich glaube, das möchte ich jetzt jedes Jahr machen.
Ebenso zu Weihnachten!

Eben schickte mir dann noch die liebe Astrid einen Link:
Keltische Feste, wirkende Kraft

So langsam tauche ich in das Thema ein und finde es wahnsinnig spannend.
Wer mir noch was dazu erzählen möchte- nur zu! Ich bin ganz Ohr!
Ab in die Kommentare damit…