So sieht es aus.

Schon wieder ohne Foto. Ich Anfängerin.
Hier mal so kurz es geht der Stand der Dinge:

Ich habe gerade endlich mal wieder auf Facebook eine Pause angekündigt.
Befreiend. Denn ich habe in letzter Zeit einfach zu viel Zeit dort verbracht. Und zwar nicht wirklich sinnvoll.
Hier liegen noch so viele „To-Do“s, die ich wirklich gerne in Angriff nehmen möchte.
Zuerst ganz viele Dinge verkaufen und verschenken. Ballast abwerfen.
Auch nächstes Jahr noch wird das ein großes Thema sein, denke ich.
Ich habe einfach viel zu viel Kram und wir werden spätestens in 2-3 Jahren nochmal umziehen müssen.
Und mit Kind wird das mit dem Kram leider nicht besser. Im Gegenteil.

Dann steht jetzt die KiGa Frage an. Wohin?
Ich hab mich leider immer noch nicht entschieden.
Beide KiGas melden sich nicht und das macht mich fast verrückt.
War ich zu unfreundlich? Zu wenig aufdringlich?
Ich werde beide nächste Woche wohl mal anrufen.

Samenrotation: Nein. Sorry.
Aber dieses Jahr schaffe ich das beim beste Willen leider nicht. So gerne ich wollte.
Irgendwie fühle ich mich so überrollt von allem. Die Zeit rast so.

Warum ist das nur so mit Kleinkind? Ich finde es unfassbar! Eben noch lag er neugeboren in meinen Armen.
Jetzt ist er schon fast ein KiGa Kind.
Krass. Und es macht mich irgendwie trotz alle der Ruhe, die wir ja noch haben, so atemlos.

Dazu gehört auch, dass ich beruflich noch so gar nicht weiß, wie es jetzt weiter gehen soll.
Gespräch im Jobcenter hatte ich. Aber helfen können die mir im Prinzip nicht, weil mein Beruf so „unnormal“ ist.
Ich werde also nächstes Jahr wohl versuchen, hier freiberuflich wieder was aufzubauen. Step by step.
Der Mann vom Jobcenter klang entspannt und das hat mich beruhigt.
Denn so kann ich ganz langsam machen, das kommt mir sehr entgegen.
Ich werde weiter aufstocken müssen (ALG2), aber das macht mir gar nix. Ich habe so viele Jahre gearbeitet, immer für miese Bezahlung (ja, ich habe tatsächlich jetzt mehr übrig als zu Arbeitszeiten, stellt euch das mal vor!)… und ich habe ein Kind in diesen Staat geboren… bittesehr.
Da bin ich echt schmerzfrei. Und am Umgang im Jobcenter merke ich, dass es dort viel, sehr viel, Verständnis für Frauen in meiner Situation gibt. Ganz toll, muss ich sagen.

Weiterhin eiere ich immer noch so blöd rum, was die heidnischen Jahreskreisfeste angeht.
Ich möchte da ja „umstellen“. Von christlich (evangelisch) – das war früher – über gar nix – das war die letzten Jahre – auf „heidnisch“/pagan … also „naturreligiöse Feste“… wie sie eben waren, bevor es das Christentum gab.
Ich werde ganz sicher nächstes Jahr auch dazu bloggen. Vor allem auch, wie ich dann mit Kind feiere.
Etwas traurig macht mich, dass ich hier in der Nähe noch keine Leute gefunden habe, mit denen wir zusammen feiern können… das demotiviert mich momentan etwas. Also, ich hätte Menschen, die sich „bei mir dranhängen“ würden… aber ich hab ehrlich gesagt keinen Bock, alles alleine vorzubereiten um dann da mit Menschen zusammenzuhocken, die zwar neugierig sind, aber das „Spirituelle“ oder „Rituelle“ nicht wirklich mitmachen oder mitbringen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es mit Kindern eh eher zu einem lustigen „Kinderfest“ ausartet… anders kann ich mir das bis jetzt nicht vorstellen.
Ich würde aber auch gerne was lesen, singen, eine Zeremonie abhalten usw… und am liebsten nicht nur auf kindlichem Niveau.
Aber auch da mache ich mir gar keinen Druck- das hat Zeit bis nächstes Jahr. Dieses Jahr 2016 ist in der Hinsicht für mich das Jahr des Sammelns. Ich sauge Infos auf, lese Bücher, lese im Internet, sammle auf Pinterest und Evernote, was mir interessant und wichtig erscheint… schon okay.
Und daraus bastele ich mir dann nächstes Jahr unsere Feste.
Vielleicht finde ich ja bis dahin doch noch Leute, die ähnlich ticken.

Achso! Das Menschlein ist wirklich nicht mehr als Menschlein zu bezeichnen, sondern wirklich ein kleiner Mensch, ein Kind… Dieses Glück auf zwei Beinen lässt mich jeden einzelnen Tag so, so dankbar sein für alles. Ich bin da so schicksalsgläubig, warum weiß ich nicht. Aber ich denke immer, dass alles einen Sinn macht.

Kindergarten-Entscheidungsfindung

Nun doch mal wieder ein Blogeintrag. // Update: Gerade wieder ausgegraben vom 24.10.2016 und überarbeitet.

Es brennt mir auf der Seele- denn ich muss mich irgendwie sortieren.

Seit Wochen bin ich dabei gewesen, mir Kindergärten anzusehen, die evtl. für uns in Frage kämen. Vier Stück insgesamt. Ich ändere die Namen etwas, soll „anonym“ bleiben.

1. Am Wald
2. Getruds Haus
3. Im Schloß
4. Waldorf

1 und 4 waren von vornherein meine Favoriten- aufgrund von einem ersten Besuch im Waldorf und Berichten von Bekannten und Freundinnen.

Die beiden mittleren waren eher so „ich guck mir auch mal was Reguläres an“ – und das sollte sich auch bestätigen. Deshalb werde ich zu den beiden auch nichts wirklich schreiben, außer vielleicht, dass ich teilweise entsetzt war, wie mit den Kindern umgegangen wird. Meins ist es nicht.

Ich suche also nach einer zugewandten, liebevollen Betreuung für meinen Sohn, der im Januar 3 wird.
Zuhause leben wir ja eher „unerzogen“. Wem das was sagt, der weiß, dass es darum geht, dem Kind auf Augenhöhe zu begegnen. Im Umgang wie in etwa mit einem Partner. Ohne Schreien, ohne übermässiges Lob und Strafen, ohne körperliche und psychische Gewalt. Mein Kind soll möglichs frei aufwachsen, mit viel Raum, seine eigenen Interessen und Begabungen zu entdecken und zu entwickeln. Ich sehe mich dabei als Helferin, als Fördererin, aber nicht als „Erzieherin“ im Sinne von „ich ziehe das Kind da hin, wo ich es hin haben will“.
Ich wiederhole mich gerne: Das Wort „Er-ziehung“ klingt in meinen Ohren furchtbar.
Ich nenne es eben lieber Beziehung.

Jetzt aber zu den Kindergärten. Vielleicht habt Ihr noch Ideen und Denkanstöße, denn die zwei übriggebliebenen KiGas haben mich beide auf ihre Weise beeindruckt und haben Vor-und Nachteile, sind aber grundverschieden.
Ich versuche mal, meine Eindrücke niederzuschreiben und etwas zu sortieren.

Der Vergleich hinkt vielleicht auch etwas, da ich „Am Wald“nur ca. 2,5 Std. mit Kind war und heute dann im „Waldorf“ einen ganzen Vormittag ohne Kind (8-12 Uhr). Aber Eindrücke hatte ich trotzdem von beiden einige.
Im Waldorf möchte ich trotzdem nochmal zusammen mit Kind gucken gehen- am Wald war er gleich dabei.

AM WALD:

Der KiGa ist vom Gebäude her hell, modern, großzügig, kurz gesagt.
Er hat ein riesiges Außengelände mit tollen Spielgeräten, Pumpe und alles aus Holz.

Das Konzept ist offen. Oder halboffen. Keine Ahung, wie man das genau nennt.
Es gibt schon Gruppen in den einzelnen Räumen, die nach Farben benannt sind (grüne Gruppe, gelbe Gruppe, rote Gruppe, blaue Gruppe), aber jeder Raum ist ein „Funktionsraum“.

Am Morgen treffen sich alle Kinder in ihren Gruppen mit ihrem Erziehern.
Eine Stunde, glaube ich. Dann gibt es einen Morgenkreis und der Tag ist „offen“, das heisst, die Kinder können frei wählen, in welchem Raum und was sie spielen.

Die Funktionsräume sind:

grün = Atelier (Malen und Basteln)
gelb= Spiele, Autos, Buchstaben & Zahlen, Kuschelecke („Hochbett“)

zwischen grün und gelb: Experimentierzimmer für „Versuche“ und ein Computer, wo die Vorschulkinder einen „Computer-Führerschein“ machen können.

zwischen rot und blau: Ruheraum

rot = Theater (mit kleiner Bühne), Höhle, Kuschelecke („Hochbett“)

blau = Bewegungsraum (mit dicken Sport-Matten, Sprossenwand etc.)

Essen (ist mir wichtig- wir leben ja vegan): Würde zumindest vegetarisch gehen.

Hier gibt es außerdem eine (nur!) Nachmittags-Gruppe – sowas habe ich sonst in keinem anderen KiGa gefunden- immer nur vormittags oder ganztags!
Das würde ich einerseits für den Einstieg ganz attraktiv finden – ich kann auch nachmittags arbeiten- vielleicht sogar besser, wird sich noch zeigen- Vorteil wäre, dass wir morgens mit Aufstehen und Frühstück keinen Streß bekommen- das hat man ja später noch früh genug, finde ich.
Andererseits würden wir dann trödeln wie jetzt jeden Tag und das ist zwar gemütlich, aber manchmal nervt es mich auch, weil ich dann nix gebacken bekomme.

In diesem Kindergarten gibt es „Projekt-Arbeit„- jedes Kind kann wählen, an welchem Projekt es mitmachen möchte, die werden von den Erziehern vorher vorgestellt.

Außerdem wird mit „Portfolio„-Mappen gearbeitet- das finde ich eigentlich sehr schön- auch als Erinnerung für später!

Noch etwas Negatives fällt mir gerade ein:
Zum Einen wird hier nicht wirklich auf Ernährung geachtet (natürlich KEIN Bio)…
Zum Anderen durfte ich sogar in der kuren Zeit, die ich da war 2 Szenen beobachten, die mir absolut missfallen haben:

1. Szene: 2 Mädchen kommen zur Erzieherin gestürmt, die mich rumführt und rufen: „Frau X, wir haben als Belohnung Gummibärchen bekommen, weil wir so toll aufgeräumt haben!“ – Ich bin absolut kein Fan von Belohnungs-Erziehung (und damit auch nicht von Bestrafungen!) und außerdem möchte ich nicht, dass meinem Sohn dort Süßigkeiten zugesteckt werden, ohne dass ich gefragt werde!

2. Szene: Ein Mädchen hat wohl einen schlechten Tag, ist wütend und läuft durch die Außentür (hat hier jeder Raum, immer offen) nach draußen, obwohl die Kinder zu diesem Zeitpunkt nicht mehr raus sollen… eine Erzieherin stürmt hinterher, reisst (!) das Mädchen am Arm zurück und keift sie hart an, dass sie das nicht machen darf!! Horror.
Ich möchte auf keinen Fall, dass jemand so mein Kind anpackt und es anbrüllt!

 

WALDORF:

Früher war für mich ganz klar: Waldorf ist toll! – Obwohl ich eigentlich keine großartige Ahnung hatte. Ich dachte immer nur: „Freie Kinder, schöne Atmosphäre, Öko, viel Holz“ usw… die Klischees halt.

Deshalb war ich auch ganz hin und weg, als ich vor ca. einem Jahr unseren KiGa hier besichtigt habe.

Wunderschönes, in den 80ern gebautes, Waldorf-Gebäude, ganz viel Holz, warme Farben, keine rechten Winkel, viel Holz- so typisch Waldorf-heimelig halt!
Ganz toll und gemütlich!

Ich meldete uns sofort für 2017 an und dachte eigentlich gar nicht dran, mir noch was anderes anzusehen, da auch der Weg dort hin ganz okay ist (Fahrradstraße vor unserer Haustür, dann ca. 500 Meter 30er-Zone und einen Feldweg runter)… etwa 10 Minuten mit dem Rad (wir haben ja kein Auto)- der am Wald KiGa ist ca. doppelt so weit weg!

Auch der Waldorf hat einen tollen Außen-Bereich (hier einfach „Garten“ genannt!), allerdings nicht mit so fetten Spielzeugen, was da natürlich ganz bewusst so gemacht wird, da die Kids ja lieber selbst Ideen finden sollen.

Ich war jetzt vor Kurzem einen ganzen Vormittag dort hospitieren und habe deshalb schon einen besseren Einblick bekommen.

Es gibt dort 2 KiGa Gruppen: Mond und Sonne. Unsere wäre die Sonne.

Als ich dort war, wurde ich gleich „eingebunden“ und bekam auch eine Aufgabe (was ausschneiden)… da dort nie jemand untätig rumsitzt (finde ich schön, aber irgendwie auch etwas „stressig“… man hat immer das Gefühl, es wird was von einem erwartet).

Es ist dort typisch, dass alles einen festen Rahmen hat (also totaler Kontrast zu dem anderen KiGa), auch typisch Waldorf… alles hat einen Rhythmus und feste Abläufe.

Auch dort gibt es einen Morgenkreis… wenn die Kinder ankommen, sind die Vorhänge noch zugezogen, alles scheint noch zu schlafen.
Die Kinder dürfen ruhig spielen oder malen und „ankommen“…
Wenn alle da sind bzw. zu einer bestimmten Uhrzeit gibt es dann den Morgenkreis auch hier.
Besonders beeindruckt haben mich die antroposophischen Fingerspiele und Reigen, die wirklich deutlich den ganzen Körper beanspruchen.

Im Morgenkreis werden hier dann tatsächlich auch Aufgaben verteilt: z.B. Spüldienst, Toilettendienst, Tisch decken, Öltropfen (vor dem Rausgehen), Harfe (beim Reinkommen nach dem Draußenspiel) usw… ich war sehr fasziniert, wie die Kinder sich um diese Dienste reissen- auch um die unangenehmen!

Mitten im Raum steht eine Küche!
Alles wunderschön und aus Holz. Man findet hier im ganzen KiGa garantiert kein Plastik!
Die Idee ist, dass die Erzieher den Alltag zuhause „nachspielen“… also, es wird vor und mit den Kindern gekocht und gegessen, abgewaschen und gefegt usw…
Und das alles wird fröhlich begleitet von passenden (immer gleichen) Liedern- um zu betonen, dass das alles schöne Dinge sind, die man da tut.
Die Kinder werden motiviert, aus eigener Kraft Tätigkeiten zu übernehmen und sehen diese als „Spiel“. Wunderbar!
Als ich dort war, hat eine Erzieherin mit wunderschöner Stimme beim Kochen „Der Herbst ist da“ gesungen- so innig und schön, dass ich Tränen in den Augen hatte! Ich musste sofort an mein Menschlein denken- bestimmt verliebt er sich in die Frau, wenn er dort ist.
All das vermittelt auch Geborgenheit!

Ich bin ja eigentlich so ein Fan von „unerzogen“- aber diese klare Struktur hier hat mich tief beeindruckt und ich glaube, dass den Kindern das gefällt. Sie wissen immer, was als nächstes kommt- und das gibt natürlich auch eine gewisse Sicherheit.

Eine Bekannte von mir kritisiert genau diesen KiGa aufs Härteste- was mich die letzten Monate immer mehr verunsichert hat. Zum Einen meint sie, die Erzieher würden nicht genug auf die Kinder eingehen und mit ihnen so gut wie nicht sprechen. Zum anderen würde die Vorstandsvorsitzende alles an sich reißen und alleine entscheiden.
Letzteres kann ich natürlich nicht beurteilen- dafür habe ich einfach nicht genug Einblick. Wäre natürlich furchtbar- immerhin sollte so ein Waldorf KiGa ja eine Elterninitiative bleiben und von gemeinsamen, demokratischen Entscheidungen leben…
Zum ersten Punkt kann ich nur sagen: Vielleicht ist das ja in der anderen Gruppe so. In der von mir „besichtigten“ jedenfalls absolut nicht! Ich fand alle drei Erzieherinnen sehr den Kindern zugewand, aufmerksam, freundlich und gesprochen haben sie auch wirklich viel mit den Kindern.
Ich habe nicht beobachten können, dass ein Kind weggeschickt oder ignoriert wurde, wenn es mit einem Erwachsenen sprechen wollte.
Auch den Kritikpunkt, die Kinder dort könnten alle nicht richtig sprechen aufgrund der Vernachlässigung kann ich nicht nachvollziehen… ich wurde von einigen Kindern regelrecht umringt und zugetextet. Und die konnten alle prima sprechen, fand ich!

Ich war oft wirklich gerührt, wie liebevoll und anmutig alles abläuft.
All diese kleinen „Zeremonien“ und andächtigen Momente.
Allerdings habe ich auch gedacht, dass es dadurch schon sehr „in Watte gepackt“ ist und ob sich da ein Junge, der sich auch mal auspowern will, wohl fühlt, weiß ich nicht.
Es durften aber auch Jungs raufen und draußen haben sie sogar mit Stöckern gekämpft, ohne dass einer was gesagt hat. Also, es wird nicht alles gebremst.

Das Essen ist hier immer demeter und vegetarisch- vegan sollte allerdings kein Problem sein.
Sie würden dann einfach z.B. beim Brei einen extra Topf mit Hafermilch machen. Fein.

Ach ja, um 10 gibt es hier ein gemeinsames Frühstück nach Steiners Ernährungslehre:
An diesem Tag gab es Reis (Milchreis), an anderen Tagen Hafer, Hirse, Roggen, glaube ich… und einen Tag werden Brötchen selbst gebacken.

Auch sonst haben die Tage wohl Themen.
Ich war ja montags da, da wird gemalt, glaube ich- jedenfalls durften einige Kinder aquarellieren- fand ich aber ehrlich gesagt etwas dürftig gemacht.
Dienstags wird immer den ganzen Tag raus gegangen (an den anderen Tagen natürlich auch zeitweise!).
Von einem anderen Tag weiß ich noch, dass da immer Eurythmie ist.
Sonst hab ich da noch nicht so den Durchblick.
Vielleicht könnte ich da sogar einen eigenen Musikkurs irgendwann einbauen- wer weiß!

Jedenfalls: Rundum hatte ich auch hier ein gutes Gefühl!
Aufgrund der Nähe ist der KiGa wieder etwas mehr Favorit geworden.
Und auch, weil ich meine Ängste nicht bestätigt gefunden habe bisher.

Ich mag einfach diesen respektvollen Umgang auch gegenüber der Natur und den Materialien.
Beim Essen wird zwar auch Gott gedankt- aber vor dem Essen gibt es einen Tischspruch mit Dank an Mutter Erde.
Überhaupt spielen hier ja die Jahreskreis-Feste eine große Rolle (leider auch die christlichen).

Demnächst besuchen wir wieder den schönen Martini-Markt. Ich werde bestimmt berichten.
Den Laternen-Zug machen die immer intern.. und mit echten Kerzen! So schön, dass es das noch gibt- war bei uns früher auch noch so (im „normalen“ Kindergarten)!

———–

Fazit: Ich weiß es noch nicht!!

Höre mir gerne Eure Meinungen dazu an- vielleicht helfen die mir ja, bei der Entscheidung weiter zu kommen!

Laufrad

Uiii… das Kind wird groß und größer!

Nun (jetzt 2 Jahre und knapp 3 Monate) flitzt er schon mit dem Laufrad durch die Gegend (ein kleines Puky, das wir für 10 Euro von einer Bekannten bekommen haben).
Da konnte ich nicht anders und hab endlich, endlich mal wieder die Nähmaschine in Gang gebracht. Sooo ein gutes Gefühl! Ich will mehr!

Habe ihm ein süßes kleines „Körbchen“, eine Lenkertasche genäht.
Hab mich wie eh und je dumm angestellt und rumgeprokelt und ewig gebraucht für so ein simples Teil, das erfahrene Näherinnen in 5 Minuten zusammenflicken… aber egal. Bin froh und stolz und der kleine Mensch mag sie sehr.
Das Schnittmuster ist ein Freebook von lybstes.
Ich hab allerdings anstatt Druckknöpfen Klett eingenäht… was mich wieder einige Frickelei (die meiste sogar) gekostet hat… aber ging.

Mit den Helmen stelle ich mich übrigens genauso blöd an… habe jetzt schon zwei zu große angeschafft….
Das Menschlein trägt Hutgröße 52 ungefähr, ziemlich groß für sein Alter… da passen diese kleinen Babyhelme nicht mehr… aber die bis Größe 58 gedachten sind dann wieder zu bollerig.
Ich muss es noch finden.
Aktuell hat er einen, den ich auf Ebay KA gefunden habe… blau mit Delfinen drauf, wie sein Rad… was ich ganz wunderbar finde, denn ich liebe Delfine… und so konnte ich ihm ein bisschen was darüber erzählen und wir haben welche in Dokus angeschaut und heute sogar 2 Bücher aus der Bücherei ausgeliehen mit Delfinen.
Ich lerne selber noch was dazu… so wunderbar!

Ansonsten holt uns hier der Frühling ein- ich komme mit dem Garten nicht hinterher. Schaffe nicht alles, was ich will, wenn das Menschlein dabei ist, denn er hat auch immer viel zu tun, braucht Wasser, hat Fragen, will Asseln gucken (immer! und überall!) und und und… aber das wird schon. So gut es eben geht halt.
Bin trotzdem so irre froh um diesen süßen Garten.

Ein Erklärungsversuch.

Erstmal ein dickes SORRY an alle Teilnehmer meiner Samen-Kreiselei, die auf ihre Päckchen warten!
Ich bin immer noch nicht so weit.

Hier geht alles drunter und drüber. Sehnsüchtig hatte ich auf den Umzug meiner Eltern gewartet, der nächste Woche geplant war. Dann sagte das Unternehmen kurzfristig ab und sie können erst HEUTE umziehen.

Seitdem waren wir am Räumen und Rödeln. Meine Wohnung sieht aus wie ein Messie-Haushalt, da ich jetzt sämtliche Dinge aus meiner Kindheit und Jugend, die ich irgendwann mal bei meinen Eltern abgestellt bzw. gelassen habe oder die meine Ma aufgehoben hat, irgendwie bei mir unterstellen muss. Oder verkaufen, verschenken, entrümpeln… alles auf einmal.
Meine Mutter ist auch schon 70, sie hat den Umzug sehr schlecht geplant, so dass jetzt immer noch nicht alles fertig ist. Ich muss auch am Samstag noch Sachen abholen… ist immer noch nicht alles bei mir. Zum Glück habe ich Keller und Garage.
Uff.

Dann kommt dazu, dass ich nunmal auch hier ein Kleinkind habe. Sprich: Ich kann eigentlich gar nichts planen. Mittags schläft er meist nicht am Stück, sondern mit 1-2 mal Zwischenstillen. Wäre er beim letzten Versuch, die Kreiselei durchzuziehen, nicht so unerwartet früh aufgewacht, hätte ich es fertig gehabt. So musste ich leider alles wieder zusammenräumen und jetzt ist kein Platz. Siehe oben.

Manno!!
Ich bin relativ verzweifelt, wann das hier wieder besser wird.
Aber soll es. Und zwar bald. Ich fühle mich nämlich mehr als unwohl. Wie mitten im eigenen Umzug.
Ich möchte die Kreiselei gerne noch im Dezember durchziehen. Aber habt bitte Geduld mit mir. Vielleicht wird es erst zwischen den Jahren was.
Ich muss aber auch sagen: Es war eh knapp geplant. Und durch die vielen „Nachzügler“, die 1-2 Wochen zu spät ihre Samen abgegeben haben, ist alles zu nahe an den Umzug meiner Elter gerückt. Das hätte ich einfach nicht machen dürfen. Hinterher ist man immer schlauer. So what.

Ich hoffe auf Euer Verständnis.
Alles wird gut.

Und wenn gleich der kleine Mensch aus dem Mittagsschlaf aufwacht, müssen wir den Opa besuchen, der in der Kurzzeitpflege im Altenheim untergebracht ist, bis meine Ma alles eingerichtet hat. Das gehört die nächsten Tage zum Programm. Im Wechsel mit meiner Schwester.

Es wird wohl Waldorf

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Noch haben wir Zeit bis zum Eintritt in den Kindergarten. Ich habe mich ja ganz bewusst entschlossen, mich bis zum dritten Geburtstag möglichst ausschließlich alleine um meinen Sohn zu kümmern.
Bewusst gegen Fremdbetreuung und damit unkontrollierte Prägung.
Das war allerdings bevor ich wusste, ob und wie selbstbewusst in seinem Tun und vor allem wie gewitzt das Menschlein werden würde. Mein kleines Baby. Ich habe in letzter Zeit immer öfter das Gefühl, ein Kindergartenkind vor mir zu haben. Dieses „Um-die-Ecke-Denken“, der Humor, die „Rollenspiele“… so oft sage ich zu meiner Mutter: „Wie ein Kindergartenkind!“. Und auch aus anderen Mündern höre ich ähnliche Kommentare.  Er ist immer noch ein „Mamakind“, klebt an mir wo es nur geht- dafür brauchten wir aber nie einen Schnuller, Schnuffeltuch oder Kuscheltier… wollte er einfach nicht. Habe ihm alles angeboten, aber Mama scheint zu reichen. Sie ist ja immer da.

Nun hat es sich ergeben, dass mir vielfach gesagt wurde, ich müsse mich aber schnell, schnell um einen Kindergartenplatz bemühen, wenn ich ihn bis zum 3. Geburtstag unterbringen wolle!
Also fix im Waldorfkindergarten angerufen… tarra! – 3 Tage später fand sowieso eine Art Infotag statt. Nix wie hin.

Ich kann Euch gar nicht beschreiben… ich bin selbst nie in eine Waldorf-Einrichtung gegangen, kenne nur 1-2 von innen… aber diesmal betrat ich den Kindergarten und hatte nicht einen Moment das Gefühl, irgendwie fremd zu sein. Man ist einfach da. Alles ist dort warm, erdig, Holz überall, die verwinkelte Architektur, dieses Heimelige… ich habe mich sofort wohl und zuhause gefühlt!
Das Menschlein hat diesen ersten Termin leider verschlafen. Ich war aber sicher, es würde ihm auch gefallen. An dem Tag nahm ich das Anmeldeformular mit, da es mir sinnvoller vorkam, sich persönlich nochmal vorzustellen zur Anmeldung. Ich kenne die Sekretärin aus einem anderen Mütter-Kreis persönlich und auch sie sagte mir, dass sie das gerne haben, wenn sie ein Gesicht zuordnen können.

Also bin ich ein paar Tage später mit dem Menschlein hin geradelt. Vergnügt denkend, dass DAS dann einmal unser Kindergarten-Weg sein wird: Vor der Tür beginnt bei uns eine Fahrradstraße. Die fahren wir komplett entlang, unter Bäumen. Danach über eine Kreuzung, aber dann eine ruhige 30er-Zone und einen asphaltierten Feldweg. Da sind wir.
Wunderschön! Ca. 15 min. Fahrzeit. Ideal.
Bei heftigem Wetter könnten wir auch den Bus nehmen und müssten dann eine Straße runter laufen. Geht auch.

Das Gespräch mit der Leiterin war ebenfalls sehr nett und sie sagte mir sofort zu, dass wir einen Platz bekommen. Damit hatte ich gar nicht gerechnet! Sie meinte aber, sie könnten natürlich die Plätze locker mit ihren Krippen-Kindern füllen. Aber lieber seien ihnen natürlich Eltern, die auch am Waldorf-Gedanken großes Interesse hätten und sich damit identifizieren können.
Also solche wie ich. Haha. Prima!

Etwas besorgt fragte ich noch nach den Finanzen. Aber es ist, wie es ist: Der KiGa ist städtisch gefördert, der Platz kostet nur 27 Euro mehr als ein städtischer Platz, nämlich die Gebühr für Frühstück, Waldorf und e.V – das Frühstück würde man ja vermutlich auch an einem regulären KiGa extra bezahlen müssen.

Und da wären wir auch gleich bei den Dingen, die mich noch mehr begeistert und überzeugt haben:

Es gehört zur Waldorf Pädagogik, dass das Essen dynamisch-biologisch (meist Demeter) ist, hier komplett vegetarisch (damit kann ich leben- vielleicht kann ich für das Menschlein sogar komplett vegan organisieren, es klang nicht ganz unmöglich). Jeder Gruppenraum hat eine eigene Küche- ebenfalls typisch ist, dass die Kinder nicht „erzogen“ werden, sondern durch Vorleben begeistert werden- dazu zählt, dass mit Spaß und Liedern typische Haushaltsarbeiten gemeinsam verrichtet werden. Da werden regelmässig die Frühstücksbrötchen gebacken, Tische gedeckt und wieder ab, abgewaschen usw… auch z.B. zum Fegen gibt es ein eigenes Lied.

Nach Steiners Ernährungslehre gibt es immer an bestimmten Tagen einen Brei (Hafer, Hirse und noch etwas, vergessen)… auch, damit die Kinder sich dadurch an den Wochentagen orientieren können. Diese wiederkehrenden Regelmässigkeiten sind auch ganz bewusst eingesetzt. So gibt es auch z.B. einen Tag, wo komplett (!) raus gegangen wird, bei Wind und Wetter … oder z.B. immer freitags findet Eurythmie statt, ein anderer Tag beinhaltet eine Bastel-Aktion usw.

Ich habe immer gedacht, mir sei Waldorf „zu dogmatisch“ – aber was ich bisher gehört, gelesen und auch dort in Gesprächen erfahren habe, gefällt mir wirklich außerordentlich. Wie immer höre ich da auf mein Gefühl. Und das sagt ganz laut JA!

Ach ja! Zum Gespräch und zur Anmeldung bei der Leiterin war das Menschlein ja dann mit- wir durften danach noch in den Garten (bewusst nicht „Spielplatz“ genannt… überhaupt gibt es dort kein wirkliches „Spielzeug“… Plastik sucht man eh vergebens, auch beim Gespräch zog die Leiterin für das Menschlein eine Schublade mit Holzklötzen raus…) und was soll ich sagen… das Menschlein wollte gar nicht mehr weg und spielte und spielte… ich hatte wirklich Mühe, den kleinen Kerl wieder in den Fahrradanhänger zu locken!


Und jetzt am Wochenende waren wir dann noch beim Martinimarkt, der traditionell im November stattfindet. Wundervoll. Ganz heimelige Atmosphäre mit vielen, vielen (natürlich echten!) Kerzen und Aktionen, schöne Gerüche (wir haben auch eine Orange mit Nelken gespickt!) und einem Basar…

Hier unser „Moosgärtlein“… leider haben wir keinen Wichtel mehr abbekommen. Schade.
Und nächstes Jahr machen wir dann auch weniger Gesteck und mehr „Gärtlein“… hihi.

Also: Ich freue mich drauf! Auf die Zeit im Kindergarten!

Hier noch was in bewegten Bildern
(oje, jetzt mache ich schon Werbung… ):

 

Zwischenmeldung- auch zur Samenkreiselei.

Also, zuerst zur Kreiselei: Es sind leider immer noch nicht alle Samenpäckchen bei mir eingetrudelt.
Ich fürchte, auf die letzten 7 (!) müssen wir verzichten. Schade.
Aber wir sind genug Leute! Es wird Spaß machen… wenn ich dann endlich dazu komme zu kreiseln.
Das ist nämlich im Moment gar nicht so einfach wie ich gedacht hatte.
Ich geb mir aber Mühe, es ganz bald zu schaffen!

Hier ist es gerade insgesamt etwas turbulent.
Meine Eltern ziehen aus dem verkauften Haus in eine Wohnung. Das bedeutet, dass ich fast täglich neue Sachen bekomme, die ich entweder entsorgen, verschenken, verkaufen oder aufbewahren muss/möchte.
Meine Wohnung sieht gerade wieder aus wie nach dem Einzug. Überall stehen Kisten rum und Dinge, die noch Plätze finden müssen.
Vielleicht kennt Ihr das- das macht einen innerlich total irre. Mich jedenfalls.
Ich war gerade so happy, dass ich jetzt das Gefühl hatte, alles hier hatte seinen Platz gefunden und wir waren endlich „zu Hause“ angekommen… und jetzt wieder von vorne. Argh.

Aber das wird.
Am Wochenende stehen auch noch 2 Termine an… sonst hätte ich am Wochenende gekreiselt.
Vielleicht schaffe ich es aber doch!
Ich kann das eigentlich nur in der Mittagsschlaf-Zeit des kleinen Menschen machen. Durchschnittlich schläft der 2 Stunden. Das ist wenig Zeit für so eine Aktion. Aber ich versuche es. Vielleicht über 2 Tage verteilt.

Habt also bitte ein klein bisschen Geduld.
So haben die „Nachzügler“ vielleicht ja doch noch eine Chance.

Dem Menschlein geht es weiter hervorragend- bis auf einen Schnupfen, durch den wir uns beide gerade quälen mussten. Aber 1-2 Gammeltage haben uns gerettet.
Nur- auch dadurch ist hier eine Menge liegengeblieben. Schon türmen sich die Wäschestapel. Grr.

Ich melde mich bald.

Endspurt – Samenkreiselei!

Nur, damit Ihr nicht denkt, ich sei abhanden gekommen…
Hier mal ein kurzes Update zu unserer Samen-Tauschaktion.

Es läuft! Der Endspurt rennt. Nur noch ein paar Tage, dann ist auch die Verlängerung des Einsendeschlusses rum.
Jeden Tag bekomme ich 2-3 Briefe- als hättet Ihr Euch abgesprochen und wolltet den armen Briefträger nicht überlasten.
Super!

Nur- ich hoffe, der Rest kommt noch!??
Seid Ihr alle noch dabei?

15 (!!) Einsendungen (von 27) fehlen mir nämlich bis jetzt noch. Kommt mir ganz schön viel vor.
Von Einigen weiß ich, dass sie knapp dran sind…
Na gut, hoffen wir das Beste. Ansonsten sind wir aber auch mit 15-20 Leuten genug, dass es Spaß machen wird!

Hier türmen sich die Umschläge… Eure bunten Tütchen sind wirklich wundervoll.

Eine Bitte hab ich allerdings: Wenn möglich bitte nicht den Blog-Link öffentlich auf den Umschlag schreiben.
Ich hatte das heute bei einer Teilnehmerin … sie konnte das nicht wissen, aber wir haben hier einen „Gemeinschafts-Briefkasten“… da fischt morgens derjenige die Post raus, der als erstes nachgucken geht… und dann wird die Post drinnen in die einzelnen Briefkästen umverteilt.

Ich möchte eigentlich nicht so gerne, dass meine Nachbarn jetzt alle hier mitlesen.
Der Umschlag stand dann auch noch schön den ganzen Vormittag oben auf den Briefkästen- so dass ihn jeder sehen konnte.

Naja, wenn es so ist, sei es so. Hier stehen keine großen Geheimnisse… aber meine Privatsphäre ist es ja doch irgendwie.
Würde mich sehr beobachtet fühlen.
Naja, dann also guten Tag, Frau Sch., Frau Drö., Frau Gr-Ry.! 🙂 Wenn Sie jetzt mitlesen wäre es ganz nett, wenn Sie mal in den Kommentaren piep sagen könnten. Alles andere fände ich etwas … äh, ätzend. Danke.